ERANOS

Eranos

war im antiken Griechenland ursprünglich 

(etwa bei Homer oder Pindar) 

ein Freundschaftsmahl mit einer besonderen „Atmosphäre“, an dessen Kosten sich alle Teilnehmer gleichermaßen beteiligten. 

Dabei bedeutet „Kosten“ nicht, dass die Teilnehmer dem Gastgeber anteilig Geld zahlten. Vielmehr brachten sie eigene Nahrungsmittel, Köstlichkeiten und Weine mit. 

In übertragener Bedeutung ist ein Eranos ein geistiges Fest, zu dem die Eingeladenen Eigenes mitbringen, eine Rede zum Beispiel, ein Lied, einen Trunk oder auch und nicht zuletzt die Offenheit, beim gemeinsamen Gespräch in der Runde schöpferisch zu improvisieren (zitiert nach Tilo Schabert).

Bereits Homer benutzte in der Odyssee den Begriff Gastmahl Eranos im Gesang 1.226 oder Gesang 11.415. 

Das gemeinsame intellektuelle Bestreben ist das Kennzeichen eines Freundschafts- und Gastmahles des Eranos. 

Der Eranos konnte auch periodisch stattfinden.

Diese Tradition des Eranos,

die z.B. Künstler und Denker wie C.G.Jung

am Monte Verita pflegten, mag ich immer wieder gerne aufgreifen.

 

Im monatlichen Rhythmus finden diese Treffen mit sehr unterschiedlichen Menschen nun seit 2016 wieder in Hamburg statt.

 

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